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United World Project

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United world project

Fraternity grows in silence.
Let’s make it visible

Im Jahr 2013 hat der Verein Jugend für eine geeinte Welt mit dem Projekt „let’s bridge goes on“ mit dem Fokus auf kleinere oder größere lokale oder regionale Initiativen jungen Menschen die Möglichkeit geboten, Räume der Geschwisterlichkeit zu erleben, in denen sie sich mit ihren Talenten entfalten konnten bzw. sie Begegnungen mit jungen Menschen anderer Kulturen erleben konnten. Dabei wurde Freiraum gelassen, damit sich neue, spontane Initiativen und Projekte entwickeln können. So ist im Herbst 2013 die Initiative austria4syria entstanden und der Beginn eines Netzwerkes, um den in Wien angekommenen, syrischen Flüchtlingen den Start in das Leben hier in Österreich zu erleichtern.

Außerdem haben junge Erwachsene aus Graz nach dem Taifun in den Philippinen mit jungen Erwachsenen des Vereins youth for a united world auf den Philippinen Kontakt aufgenommen, die ein Wiederaufbauprogramm unter dem Motto START AGAIN  ins Leben gerufen haben. Daraus ist die Idee entstanden, in Österreich kleinere und größere Initiativen zu starten, um das START AGAIN PROJECT zu unterstützen. Dies alles sind Initiativen, um einen Beitrag zur Verbreitung einer universellen Geschwisterlichkeit zu geben und junge Menschen in Österreich dafür zu sensibilisieren. Deshalb klinkt sich der österreichische Verein Jugend für eine geeinte Welt im Jahr 2014 in das weltweite united world project ein.

Das united world project möchte junge Menschen für eine alle umfassende Geschwisterlichkeit sensibilisieren. Dies bedeutet im Konkreten: Teilhabe, Mitverantwortung und Dialogfähigkeit unter jungen Menschen zu fördern.

 

  • Mehr Teilhabe: es sollen Menschen, die in reicheren Ländern der Erde – wie Österreich – leben, sensibilisiert werden, die Güter mehr kreisen zu lassen, damit ein Ausgleich geschaffen wird zwischen denen, die (zu viel haben) und jenen, die nichts haben. Dies soll sich jedoch nicht nur auf materielle Dinge beschränken. Vielmehr soll das „Geben“ von Talenten, Ideen, Zeit,… als eine Möglichkeit des Teilens fokusiert werden. Auf diese Weise soll die Kluft zwischen Reich und Arm abgebaut werden und erfahrbar gemacht werden, dass jeder Mensch etwas zu Geben hat. Klaus Hemmerle, Aachen, hat dies treffend auf den Punkt gebracht: „Der Mensch ist einer, der nicht nur haben will, der nicht nur brauchen kann. Erst dann haben wir die Menschenwürde ganz und gar ernst genommen in der Welt, wenn wir allen so viel gönnen, dass sie schenken können.“
  • Mitverantwortung und Interdependenz: Wir sind – global gesehen - alle miteinander verbunden, weshalb jede unserer Handlungen sowohl lokale als auch globale Auswirkungen hat. Junge Menschen sollen erfahren können, dass sie diese Welt aktiv mitgestalten können und dass auch ihre (kleinen) Ideen etwas bewirken können. Darüber hinaus soll auch die überregionale Vernetzung und der Austausch der Erlebnisse junger Menschen über die Kontinente hinweg auf blog-Seiten und facebook verstärkt werden. Insbesondere soll dieser Austausch mit jungen Menschen aus den Philippinen, Kenia und Argentinien erfolgen.
  • Dialogfähigkeit – der Königsweg für den Frieden: an Stelle von Gewalt zwischen Menschen, verschiedenen religiösen Überzeugungen, Sprachen und Kulturen soll Einheit in der Vielfalt gelebt werden. Dies ist möglich, wenn das Einfühlungsvermögen geschult und die Kenntnisse über die Kultur des jeweils anderen vermittelt werden. So soll jungen Menschen das Handwerkszeug vermittelt werden, um mit anderen Menschen in Dialog treten zu können; insbesondere mit Menschen, die anders denken/aus einer anderen Kultur kommen.

 

Teilhabe, Mitverantwortung und Dialogfähigkeit soll in drei Schritten umgesetzt werden:

  • Beobachten: junge Menschen sollen sensibilisiert werden, Situationen wahrzunehmen, in denen rund um sie, auf lokaler Ebene, Handlungsbedarf besteht, um der Geschwisterlichkeit einen Schritt näher zu kommen. Die Aufmerksamkeit soll dabei besonders auf leidende Menschen und leidvolle Situationen gerichtet werden.
  • Agieren: Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen darin unterstützt werden, ihre Ideen in konkrete Initiativen als „Bausteine der Geschwisterlichkeit“ umsetzen zu können. Durch die vielfältigen Aktivitäten, an denen sie aktiv beteiligt sind, soll konkret an der Verwirklichung der allgemeinen Geschwisterlichkeit gebaut werden.
  • Dokumentieren: Neben beobachten und agieren sollen die konkreten „Bausteine der Geschwisterlichkeit“ gesammelt und dokumentiert werden. Das weltweite Ziel des Vereins youth for a united world: Ein internationales, dauerhaftes Monitoring System über die allgemeine Geschwisterlichkeit ins Leben zu rufen. Daher setzen sich die Mitglieder des Vereins Jugend für eine geeinte Welt ein, mit unterschiedlichsten Initiativen auf der ganzen Welt „Bausteine der Geschwisterlichkeit“ zu entwickeln, das Prinzip der universellen Geschwisterlichkeit in seinen verschiedenen Formen durch Studien und Foren zu vertiefen und schließlich auch entsprechende Aktionen von Einzelnen oder Gruppen zu fördern und zu sammeln.

Akteure des united world projects sind somit bundesweit Einzelne oder Gruppen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die durch den Dreischritt beobachten – agieren – sammeln „Experten“ für ein friedlicheres Zusammenleben und „trendsetter“ werden sollen für eine geschwisterlichere Welt, in der die Verschiedenheit von Menschen unterschiedlicher kultureller oder sozialer Herkunft, Religion oder auch familiären Hintergründen kein Hindernis, sondern eine Bereicherung ist. Dabei sollen auch Kooperationspartner wie z. B. andere Vereine, Schulen oder Organisationen mit einbezogen werden.

Ende April / Anfang Mai 2014  wird in Nairobi/Kenia eine internationale Jugendbegegnung unter dem Motto „Sharing with Afrika“ statt finden,  an dem sich junge Leute aus aller Welt, sowie junge Leute aus Afrika beteiligen werden, darunter auch eine Bundesvertretung des Vereines Jugend für eine geeinte Welt Österreich. In Kenia soll einerseits eine Bilanz betreffend das weltweite united world project gezogen werden, und andererseits der Fokus auf den Reichtum des afrikanischen Volkes gelegt werden, der den übrigen Kontinenten vieles geben kann. Werte wie der Gemeinschaftssinn der Afrikaner, sowie ihre Modelle der Partizipation und des Miteinanders, als auch ihr kultureller Reichtum sollen dabei besonders in den Fokus gestellt werden.

Außerdem wird es im Juli 2014 internationale Jugendwochen für 15 bis 17 Jährige Teens in Argentinien und ganz Südamerika geben, bei denen auch eine Bundesvertretung des Vereins Jugend für eine geeinte Welt teilnehmen wird. In der ersten Woche wird in O’Higgins / Buenos Aires, einem Schulungszentrum des Vereins in Argentinien, der Fokus vor allem auf den Austausch von Erfahrungsberichten der Teens aus aller Welt gerichtet werden, sowie werden Workshops in Vorbereitung auf die Sozialeinsätze in ganz Südamerika in der zweiten Woche abgehalten. Dabei werden sie selbst sich kreativ und tatkräftig einbringen und konkrete Bausteine für die universelle Geschwisterlichkeit sammeln.
ZIELE 

  • Vermittlung von Handwerkszeug zur Gestaltung eines friedlichen Miteinanders in einer vielfältigen Gesellschaft
  • Vermittlung und Vertiefung der interkulturellen Kompetenz
  • Förderung der konkreten und intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Thema „Dialog“
  • Schaffung von lokalen Begegnungsmöglichkeiten von jungen Menschen unterschiedlicher Kulturen
  • Bundesweite Förderung der Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft und Unterstützung von jungen Menschen  bei der Realisierung ihrer Ideen (aktives Mitgestalten)
  • Österreichweite und weltweite Vernetzung der lokalen und regionalen Initiativen
  • Erfahrbarmachen der universellen Geschwisterlichkeit durch Teilnahme an den internationalen Fortbildungs- und Aktionstagen in Italien, Argentinien und Kenia